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04.12.2009 20:54 FIFA WM 2010

Schwere Gruppe für Brasilien

Schwere Gruppe: Brasiliens Trainer Carlos Dunga (M.)  © Bongarts/GettyImages
Schwere Gruppe: Brasiliens Trainer Carlos Dunga (M.)

Eine Hammergruppe für den Rekordweltmeister, viel Glück für Ottmar Hitzfeld und schwere Aufgaben für Otto Rehhagel: Die Gruppenauslosung zur WM 2010 in Südafrika hat bei den deutschen Trainern für unterschiedliche Reaktionen und bei Brasilien für sorgenvolle Gesichter gesorgt. Die Selecao bekommt es in der Gruppe G bei der ersten WM in Afrika (11. Juni bis 11. Juli 2010) mit den Hochkarätern Elfenbeinküste und Portugal sowie dem krassen Außenseiter Nordkorea zu tun. "Das ist die schwerste Gruppe, die Todesgruppe", urteilte Mittelfeldstar Kaka.

Hitzfeld kann seine WM-Premiere mit der Schweiz dagegen gelassen angehen. Der Meistertrainer von Borussia Dortmund und Bayern München trifft mit den Eidgenossen in Gruppe H zwar auf Europameister Spanien, der auch in Südafrika als Topfavorit gilt, aber auch auf Chile und Underdog Honduras. "Es ist eine machbare Gruppe mit spielstarken Mannschaften, das macht es für uns in der Vorbereitung einfacher", sagte Hitzfeld und ergänzte: "Gegen Spanien ist natürlich ein schwieriger Auftakt. Gegen Chile wird es ein Duell auf Augenhöhe, auch Honduras kann guten Fußball spielen."

Schwere Aufgaben für Griechenland

Für "König Otto" hält die erste WM mit Ex-Europameister Griechenland ungleich schwierigere Aufgaben bereit. Der zweimalige Weltmeister Argentinien, der zweimalige Afrikameister Nigeria und Südkorea, 2002 immerhin WM-Vierter, warten in der Gruppe B. Dennoch ist Rehhagel optimistisch: "Argentinien ist in unserer Gruppe Favorit. Gegen die anderen beiden Mannschaften haben wir eine gute Chance. Aber es ist eine schwierige Aufgabe."

Relativ leicht beginnt das Turnier für den fünfmaligen Weltmeister Brasilien am 15. Juni in Johannesburg gegen Nordkorea. Doch danach wird es für das Team von Trainer Dunga ernst. Am 20. Juni in Johannesburg ist die Elfenbeinküste, mit Stars wie Didier Drogba (FC Chelsea) und Yaya Toure (FC Barcelona) die wohl stärkste afrikanische Mannschaft und für viele Experten ein Geheimfavorit, der zweite Gegner.

"Ich bin nicht gerade glücklich über das Los"

Zum Vorrundenende kommt es am 25. Juni in Durban zum brisanten Duell mit der einstigen Kolonialmacht Portugal. Schon 1966 trafen beide Teams in der WM-Vorrunde aufeinander, damals schickten die Portugiesen um Superstar Eusebio die Brasilianer mit einem 3:1 nach Hause. "Ich bin nicht gerade glücklich über das Los", sagte Portugals Weltfußballer Cristiano Ronaldo: "Brasilien und die Elfenbeinküste sind sehr starke Gegner."

Otto Rehhagel: "Argentinien ist Favorit"  © Bongarts/GettyImages
Otto Rehhagel: "Argentinien ist Favorit"

Relativ leichte Aufgaben erwischten Weltmeister Italien und Vize Frankreich. Die Squadra Azzurra dürfte in der Gruppe F mit Paraguay, Neuseeland und WM-Neuling Slowakei keine größeren Probleme haben. Trainer Marcello Lippi warnte jedoch: "Je mehr du dich mit vermeintlich leichten Teams beschäftigt, je schneller merkst du, wie schwer sie zu spielen sind."

Auch Frankreich hat mit Gastgeber Südafrika, Mexiko und Uruguay lösbare Aufgaben. "Es ist eine ausgeglichene Gruppe, wir spielen gegen die Gastgeber, und das ist nie eine einfache Aufgabe", sagte Trainer Raymond Domenech. Ex-Weltmeister England, möglicher deutscher Gegner im Achtelfinale, bekommt es in der Gruppe C mit den USA, Algerien und Slowenien zu tun. "Wir spielen in einer der ausgeglichensten Gruppen", meinte Trainer Fabio Capello. Die Niederlande treffen in Gruppe E auf Dänemark, Japan und Kamerun.


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