Geschichte

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Braunschweiger Jubel
Regionalliga-Meister Nord 2004/05: Eintracht Braunschweig
Im Juli 2000 nahm die reformierte Regionalliga in ihrer aktuellen Form als die dritthöchste Spielklasse des deutschen Fußballs, zweigeteilt in eine Nord- und eine Süd-Staffel, ihren Spielbetrieb auf – bis dahin hatte sie eine bewegte Geschichte erlebt.

Bis zur Einführung der Bundesliga 1963 wurden in den Oberligen die Meister der Landes- und Regionalverbände, in der Zeit zwischen 1934 und 1945 die Gaumeister ermittelt. Unterhalb gab es im Westen (seit 1950), Süden (seit 1951) und Südwesten (seit 1952) eine zweite deutsche Vertragsspielerklasse. Diese „alten“ zweiten Ligen gab es nur im Norden und in Berlin nicht, wo auf die Oberliga gleich die erste Amateurliga folgte.

Mit der Zäsur 1963 wurde unterhalb der Bundesliga die Regionalliga in den Gruppen West, Südwest, Nord, Süd und Berlin als zweithöchste deutsche Spielklasse eingeführt. Abgelöst wurde sie mit der Saison 1974/1975 von der 2. Bundesliga, erlebte ihr Comeback erst wieder mit der Spielzeit 1994/1995 in den Staffeln Nord, Süd, West/Südwest und Nordost – diesmal jedoch als dritthöchste Klasse unter den beiden Bundesligen.

Der letzte Schritt zur Konzentration der Kräfte wurde in der Saison 2000/2001 getan. Fortan gab es nur noch zwei Regionalligen. Erster Meister der Staffel Nord wurde der 1. FC Union Berlin, im Süden holte der Karlsruher SC den Titel. Seitdem fiel die Aufstiegsentscheidung oftmals erst am letzten Spieltag. Den größten Vorsprung konnten am Ende der Saison 2002/03 die SpVgg. Unterhaching und die SSV Jahn Regensburg aufweisen, die je 14 Punkte vor dem drittplatzierten FC Augsburg landeten. Lediglich ein Verein schaffte es bisher zweimal, in die 2. Bundesliga aufzusteigen: Eintracht Braunschweig gelang jener Coup sowohl 2001/2002 als auch 2004/2005.

Offenbacher Jubel
Regionalliga-Meister Süd 2004/05: Kickers Offenbach
Viele Abstiegsentscheidungen wurden zuletzt vom Lizenzierungsverfahren beeinträchtigt. Davon profitierten vor allem die Sportfreunde Siegen. Zweimal in Folge sportlich abgestiegen, konnten sie aufgrund des Lizenzentzuges anderer Vereine die Klasse halten. In der Spielzeit 2004/2005 gelang Siegen dann sogar der Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Zweite Mannschaften von Lizenzvereinen der Bundesligen – die seit der laufenden Saison nicht mehr als Amateure, sondern mit der römischen Bezeichnung II gekennzeichnet sind – sind nicht aufstiegsberechtigt. Sollte eine dieser Mannschaften am Saisonende auf einem Aufstiegsplatz stehen, so würde der nächstplatzierte Verein nachrücken. Diese Regel musste bisher zweimal angewendet werden: 2000/2001 wurde der VfB Stuttgart II Zweiter der Regionalliga Süd, für ihn rückte der FC Schweinfurt 05 nach. In der Saison 2003/2004 konnte Bayern München II in der Regionalliga Süd sogar den Meistertitel erringen. An seiner Stelle stieg der 1. FC Saarbrücken in die 2. Bundesliga auf.

Die zweigeteilte Regionalliga war bis zum Ende der Saison 2007/2008 die höchste Spielklasse des Deutschen Fußball-Bundes und umfasste insgesamt 37 Mannschaften. Seit der Saison 2008/2009 gibt es als Ergebnis einer Strukturreform unter dem Dach des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die eingleisige 3. Liga.

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