Lars Ricken

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Von Trainern gefördert und gefordert



Lars Ricken

Mit 20 Jahren war Lars Ricken (Geburtsdatum: 10. Juli 1976) schon zweimal Deutscher Meister, zum Erfolg von Borussia Dortmund im Finale der UEFA Champions League gegen Juventus Turin steuerte er 1997 in München mit einem tollen Heber das entscheidende 3:1 bei, wenige Monate später folgte in Tokio der Gewinn des Weltpokals. Zu Hause im Westfalenstadion gab der Offensivmann am 10. September 1997 im WM-Qualifikationsspiel gegen Armenien (4:0) sein Debüt in der Nationalmannschaft. "Begonnen habe ich mit sechs Jahren in der E-Jugend, denn eine F-Jugend gab es noch nicht", erzählt Ricken, "irgendwann wollte ich im Verein spielen, nachdem ich mit meinem Vater oft zu seinen Spielen in einer Firmenmannschaft gegangen bin. Eigentlich wollte ich bei Eintracht Dortmund anfangen, doch das lag quasi am anderen Ende der Stadt, und deshalb habe ich mich bei TuS Eving-Lindenhorst angemeldet, in der Nähe unseres Wohnorts. Dort sind wir dann dreimal hintereinander Meister der Sonderklasse geworden."



Insgesamt 16 mal trug Lars Ricken das Trikot der A-Nationalmannschaft

Hat der waschechte Dortmunder im Vergleich zu den Teamkameraden schon damals mehr getan, um besser zu werden? Lars Ricken erinnert sich: "Beim Training war ich immer der Erste, schon allein deshalb, weil ich einen guten Ball haben wollte und keine alte Fletsche. Die waren doch sehr unterschiedlich. Insgesamt hatte ich auch das Glück, dass alle meine Trainer mich gefördert und gefordert haben. Einen einzelnen besonders herauszuheben wäre gegenüber den anderen ungerecht."

Nach vier Jahren führte der Weg dann doch zur Eintracht, die damals in dieser Altersklasse sogar besser war als Borussia. Dorthin wechselte Lars Ricken zur B-Jugend. Wann folgte der Entschluss, Fußball-Profi zu werden? Lars Ricken: "Einen speziellen Zeitpunkt dafür gab es nicht. Irgendwie hat sich das in diese Richtung entwickelt." Ohne Probleme? "Nicht ganz, denn bei Borussia gab es schon eine Phase, in der ich mich ungerecht behandelt fühlte. In einem solchen Fall kann ich ein Sturkopf sein. Deshalb habe ich damals sogar überlegt, den Verein zu verlassen. Inzwischen ist das aber längst vergessen, und diese Zeit hat mir auch sehr weiter geholfen in meiner Entwicklung."

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