Hermann-Neuberger-Haus

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Die Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) befindet sich in Frankfurt am Main in unmittelbarer Nähe der Commerzbank-Arena. Die DFB-Zentrale wird geleitet von DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock. Sein Stellvertreter ist Direktor Stefan Hans. In der DFB-Verwaltung im Hermann-Neuberger-Haus arbeiten rund 200 hauptamtliche Angestellte in Generalsekretariat und den sechs Direktionen.

In der Otto-Fleck-Schneise 6 hat die DFB-Zentrale seit 1974 ihren Sitz. Zunächst in einem Bungalow, der im September 1972 fertig gestellt worden war und zunächst das Organisationskomitee für die WM 1974 beherbergte. So wechselhaft und von stetigem Wachstum geprägt wie die Entwicklung des deutschen Fußballs ist auch der Werdegang seiner zentralen Verwaltung.

Seine erste Geschäftsstelle installierte der DFB 1910 in Dortmund, dem Wohnort des damaligen ersten hauptamtlichen DFB-Geschäftsführers Walter Sanß als einzigem Angestellten. Als Sanß im Ersten Weltkrieg zum Militär eingezogen wurde, schloss der DFB die Geschäftsstelle in Dortmund und verlegte sie 1916 nach Kiel, wo Georg B. Blaschke, ein Gründungsmitglied von Holstein Kiel, seit 1915 als ehrenamtlicher Geschäftsführer des DFB tätig war. In Dr. Georg Xandry stellte der DFB am 1. Mai 1928 erneut einen hauptamtlichen Geschäftsführer ein und richtete seine nunmehr Bundesgeschäftsstelle genannte Zentrale im September 1928 in Berlin ein.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Geschäftsstelle von 1949 bis 1951 provisorisch in Stuttgart, dem Ort der Wiedergründung des DFB, untergebracht, ehe dann Frankfurt von 1951 an zur deutschen Fußball-Hauptstadt avancierte. Arndtstraße 19, so lautete die erste DFB-Adresse in der Banken-Metropole, wo Dr. Xandry mit acht Mitarbeitern ansässig war.

1957, mittlerweile waren 19 Mitarbeiter in der DFB-Zentrale tätig, erfolgte der Umzug in die Zeppelinallee 77. Hier war der DFB mit seiner Verwaltung erstmals Herr im eigenen Haus.

Das rasante Wachstum des DFB schlug sich 1974 in nunmehr fast 40 Mitarbeitern nieder, was für den von 1962 bis 1984 amtierenden Generalsekretär Hans Paßlack und sein Team den Umzug in die Otto-Fleck-Schneise neben dem Frankfurter Waldstadion erforderlich machte. Umfangreiche Erweiterungsbauten, der erste in der bis 1992 andauernden Amtszeit des Paßlack-Nachfolgers Dr. Wilfried Gerhardt, und auch der 2002 zunächst für das OK FIFA WM 2006 und die Deutsche Fußball Liga fertig gestellte, auf stählernen Stelzen stehende zweistöckige Neubau, lassen die Zentralverwaltung des DFB, einst ein Einmannbetrieb, heute auch optisch als ein mittelständisches Unternehmen erscheinen.

Eine Entwicklung, die auch in der Anzahl hauptamtlichen Belegschaft im Hermann-Neuberger-Haus, wie die DFB-Zentrale seit 1993 heißt, zum Ausdruck kommt: Mehr als 200 Mitarbeiter sind es, seit sich der DFB nach der WM 2006 in Deutschland nicht nur personell in einigen Bereichen neu ausgerichtet hat.

 


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