Arten des Dopings

Generell unterscheidet man bei den zum Zwecke des Dopings eingesetzten Mitteln zwischen Stimulanzien, Narkotika, Anabolika, Diuretika sowie Peptid- und Glykoproteinhormonen. Bei den „ruhige-Hand“-Sportarten, etwa Bogenschießen oder Golf, haben die Fachverbände auf ihre Dopinglisten auch Antipsychotika, Sedativa und Antidepressiva gesetzt. Beispiele für Stimulanzien sind Amphetamine, Ephedrin und Koffein. Sie wirken auf das zentrale Nervensystem des Sportlers und steigern seine motorische Aktivität, lösen aber auch Stresssymptome und dauerhafte Aggressionen aus. Die schmerzunterdrückenden Narkotika bestehen aus Morphin oder einem verwandten Stoff. Sportler müssen hierbei insbesondere bei der Einnahme codeinhaltiger Erkältungsmittel aufpassen, welches vom Körper zu einem gewissen Teil in Morphin umgewandelt wird. Anabole Steroide werden bei Lauf- und Sprungdisziplinen sowie beim Gewichtheben genutzt – Sportarten, bei denen die Muskelmasse über Sieg und Niederlage entscheidet. Starke Diuretika ermöglichen dem Athleten, binnen weniger Stunden deutlich Gewicht zu verlieren. Durch die Einnahme von Erythropoetin (EPO) als körpereigenes Eiweiß steigt die Anzahl der roten Blutkörperchen stark an, wodurch mehr Sauerstoff im Blut transportiert wird, und der Sportler ausdauernder Höchstleistungen erbringen kann. Arterielle Hypertonie und eine extreme Verlangsamung des Blutflusses sind potenziell tödliche Nebenwirkungen.

Sanktionierung für Spieler und Verein

Unabhängig von der Art der Leistungsmanipulation fordert die Anti-Doping-Kommission den Spieler bei einem positiven Testergebnis zu einer Stellungnahme auf. Der DFB-Kontrollausschuss leitet ein sportgerichtliches Ermittlungsverfahren ein. Das DFB-Sportgericht und als letzte Instanz das DFB-Bundesgericht verhängen Sanktionen. Im Falle eines Erstverstoßes liegt die Mindestdauer der Sperre bei zwei Jahren, im Wiederholungsfall wird eine Sperre auf Dauer verhängt. Die Grundsätze zum Strafrahmen (Milderungen, Strafverschärfungen) sind in §8 Nr. 3 der DFB Rechts- und Verfahrensordnung umgesetzt. Vereine können bei Verstößen gegen die Anti-Doping-Richtlinien mit einer Geldstrafe bis zu € 150.000 je Einzelfall belegt werden. Das Spiel wird für die Mannschaft, in der ein gedopter Spieler mitgewirkt hat, unabhängig vom eigentlichen Ausgang der Partie, mit 0:2 Toren als verloren gewertet.

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