Freiburg und Potsdam geben den Startschuss

Wolfsburg will Platz zwei festigen

Für den aktuellen DFB-Pokalsieger und Tabellenzweiten VfL Wolfsburg startet die Restrunde heute (ab 14 Uhr) mit der Partie beim Tabellenvorletzten SV Werder Bremen. Kernstück der Wolfsburger Vorbereitung war ein Trainingslager in Portugal. "Dort haben wir den Grundstein gelegt, um unsere Ziele zu erreichen. Jetzt kann es wieder losgehen", so Nationalspielerin Lena Goeßling.

Die Tabellenspitze hat VfL-Trainer Ralf Kellermann vor dem Start in die zweite Saisonhälfte zumindest vorerst nicht im Blick. "Für mich ist der FC Bayern durch. Die zwölf Punkte Rückstand haben wir uns selbst zuzuschreiben. Bayern hat bislang eine überragende Saison gespielt und sich den Vorsprung so erarbeitet. Wir haben uns zu viele Patzer erlaubt", so Kellermann, der jedoch gleich hinzufügt: "Dennoch steht für uns außer Frage, dass wir da sein müssen, wenn Bayern doch mal eine Schwächeperiode hat. Das primäre Ziel für uns ist es jedoch, den zweiten Tabellenplatz bis zum 22. Spieltag zu verteidigen." Personell hat Kellermann die Qual der Wahl. So ist auch Nationalstürmerin Alexandra Popp wieder zu 100 Prozent fit, Caroline Hansen konnte die komplette Vorbereitung absolvieren und auch Nationaltorhüterin Almuth Schult steht nach langer Pause wieder zur Verfügung.

Aufsteiger Bremen, zwei Zähler hinter dem rettenden Ufer zurück, rüstete für das Rennen um den Klassenverbleib. Mit Mona Lohmann, Betsy Hassett (beide Amazon Grimstad/Norwegen) und Manjou Wilde (SC Freiburg) wurde ein Trio für die Offensive verpflichtet. "Bremen kämpft mit aller Macht gegen den Abstieg und ist da auch noch ganz gut im Rennen. Sie haben durch ihre drei Zugänge deutliche Signale gesendet, dass sie alles versuchen, um in der Klasse zu bleiben. Wir wissen, dass wir auf einen hochmotivierten Gegner treffen", sagt VfL-Trainer Ralf Kellermann. Im Hinspiel hatte sich seine Mannschaft 2:0 durchgesetzt.

Sand strebt ersten Sieg gegen Essen an

Mit dem SC Sand und der SGS Essen stehen sich heute (ab 14 Uhr) zwei Überraschungsmannschaften gegenüber. Essen (19 Zähler) und der SCS (18) mischen in der oberen Tabellenhälfte prominent mit. Bisher ging Sand gegen die SGS fast immer leer aus. Nach drei Vergleichen stehen ein Remis und zwei Niederlagen zu Buche, darunter das 0:1 aus dem Hinspiel. Im abschließenden Testspiel vor dem Restrundenstart trennte sich Sand vom Schweizer Erstligisten FC Neunkirch 0:0. "Das war ein guter Test gegen eine starke Mannschaft", sagt SCS-Trainer Alexander Fischinger. Essens Trainer Markus Högner freut sich auf den Start: "Wenn wir oben bleiben wollen, benötigen wir in Sand mindestens einen Punkt."

Für FF USV Jena endete das Jahr 2015 mit einem Sensationssieg über den VfL Wolfsburg (2:1). An diese Form will die Mannschaft von Trainer Daniel Kraus heute (ab 14 Uhr) gegen Bayer 04 Leverkusen anknüpfen. Mit einem Sieg könnte Jena den Konkurrenten aus dem Rheinland auf sieben Zähler distanzieren. "Es ist gleich ein richtungsweisendes Spiel im Rennen um den Klassenverbleib", so Kraus gegenüber DFB.de. "Das 0:0 im Hinspiel war hart umkämpft. Ich sehe beide Mannschaften auf Augenhöhe. Für uns wird es darauf ankommen, besonders defensiv gut zu stehen. Wir sind stark genug, um Bayer zu bezwingen."

Die Gäste aus Leverkusen warten seit sechs Begegnungen auf einen Sieg. "Die Vorbereitung lässt uns mit einem guten Gefühl auf die Restrunde blicken", gibt sich Bayer-Trainer Thomas Obliers zuversichtlich.



Nach acht Wochen Winterpause startet an diesem Wochenende auch die Allianz Frauen-Bundesliga in das neue Fußballjahr 2016. Einen Frühstart in den 13. Spieltag legen der SC Freiburg und der 1. FFC Turbine Potsdam hin, die sich heute (ab 11 Uhr) gegenüberstehen. Freiburg rangiert mit 17 Punkten auf Rang sieben, Potsdam einen Punkt und einen Platz dahinter. Beiden Mannschaften bietet sich die Chance, mit einem Sieg näher an das obere Tabellendrittel heranzurücken.

Die Freiburger Generalprobe gegen Ligakonkurrent TSG 1899 Hoffenheim endete 0:0. "Es war ein gelungener Test", so Trainer Jens Scheuer. "Für die Aufgabe gegen Potsdam sehe ich uns gut gerüstet. In der Offensive müssen wir allerdings die Aktionen klarer und ruhiger ausspielen." Ihr Comeback in der Abwehr der Breisgauerinnen könnte Rückkehrerin Jenista Clark (vom 1. FFC Frankfurt) geben.

Potsdams Trainer Bernd Schröder steht mit Maruschka Waldus (Mallbackens IF/Schweden) ebenfalls ein Winterzugang zur Verfügung. Die Brandenburgerinnen hatten sich mit einem 0:2 gegen den souveränen Spitzenreiter FC Bayern München in die Pause verabschiedet. Zuvor war der FFC jedoch dreimal in Folge siegreich. Das Hinspiel gewannen die Potsdamerinnen nach Toren von Svenja Huth und Viktoria Schwalm mit 2:0 (0:0). "Uns erwartet in Freiburg ein wichtiges Spiel. Wir müssen einen guten Start hinlegen, daran wird sich alles andere ausrichten. Im Moment stehen wir nicht mal auf einem sicheren Mittelfeldplatz. Wir wollen nach oben", gibt Bernd Schröder die Marschroute vor. Zu Tabellenplatz zwei, der zur Champions League-Teilnahme berechtigt, fehlen sechs Punkte.

Duell der Gegensätze in München

Als Gejagter nimmt Titelverteidiger FC Bayern München die Restrunde in der Allianz Frauen-Bundesliga in Angriff. Komfortable zwölf Punkte beträgt der Vorsprung auf den Tabellenzweiten VfL Wolfsburg. Für die Mannschaft von FCB-Trainer Thomas Wörle beginnt das Fußballjahr 2016 mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger und Schlusslicht 1. FC Köln heute (ab 14 Uhr).

Im Trainingslager im spanischen Cadiz bereiteten sich die Münchnerinnen auf die zweite Saisonhälfte vor. Die Generalprobe ging daneben. Gegen Arsenal London gab es ein 1:3. "Das war ein heftiger Schuss vor den Bug", lautete das Fazit von Wörle, dessen Mannschaft in der Meisterschaft elf Siege und ein Remis aus zwölf Spielen holte. "Unsere Ausgangslage ist prima. Wir dürfen uns aber nicht einlullen lassen."

Die Kölnerinnen, trainiert von Marcus Kühn, weisen sechs Zähler auf, liegen drei Punkte hinter einem Nichtabstiegsrang zurück. Einzige neue Spielerin im Kader ist Mittelfeldspielerin Diane Caldwell (Avaldsnes IL/Norwegen). "Anfang Dezember waren wir schon fast abgeschrieben, jetzt haben wir zumindest wieder eine Chance", gibt sich Kühn weiter kämpferisch. Aus den vergangenen drei Partien holten die Geißböcke vier Punkte.

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Wolfsburg will Platz zwei festigen

Für den aktuellen DFB-Pokalsieger und Tabellenzweiten VfL Wolfsburg startet die Restrunde heute (ab 14 Uhr) mit der Partie beim Tabellenvorletzten SV Werder Bremen. Kernstück der Wolfsburger Vorbereitung war ein Trainingslager in Portugal. "Dort haben wir den Grundstein gelegt, um unsere Ziele zu erreichen. Jetzt kann es wieder losgehen", so Nationalspielerin Lena Goeßling.

Die Tabellenspitze hat VfL-Trainer Ralf Kellermann vor dem Start in die zweite Saisonhälfte zumindest vorerst nicht im Blick. "Für mich ist der FC Bayern durch. Die zwölf Punkte Rückstand haben wir uns selbst zuzuschreiben. Bayern hat bislang eine überragende Saison gespielt und sich den Vorsprung so erarbeitet. Wir haben uns zu viele Patzer erlaubt", so Kellermann, der jedoch gleich hinzufügt: "Dennoch steht für uns außer Frage, dass wir da sein müssen, wenn Bayern doch mal eine Schwächeperiode hat. Das primäre Ziel für uns ist es jedoch, den zweiten Tabellenplatz bis zum 22. Spieltag zu verteidigen." Personell hat Kellermann die Qual der Wahl. So ist auch Nationalstürmerin Alexandra Popp wieder zu 100 Prozent fit, Caroline Hansen konnte die komplette Vorbereitung absolvieren und auch Nationaltorhüterin Almuth Schult steht nach langer Pause wieder zur Verfügung.

Aufsteiger Bremen, zwei Zähler hinter dem rettenden Ufer zurück, rüstete für das Rennen um den Klassenverbleib. Mit Mona Lohmann, Betsy Hassett (beide Amazon Grimstad/Norwegen) und Manjou Wilde (SC Freiburg) wurde ein Trio für die Offensive verpflichtet. "Bremen kämpft mit aller Macht gegen den Abstieg und ist da auch noch ganz gut im Rennen. Sie haben durch ihre drei Zugänge deutliche Signale gesendet, dass sie alles versuchen, um in der Klasse zu bleiben. Wir wissen, dass wir auf einen hochmotivierten Gegner treffen", sagt VfL-Trainer Ralf Kellermann. Im Hinspiel hatte sich seine Mannschaft 2:0 durchgesetzt.

Sand strebt ersten Sieg gegen Essen an

Mit dem SC Sand und der SGS Essen stehen sich heute (ab 14 Uhr) zwei Überraschungsmannschaften gegenüber. Essen (19 Zähler) und der SCS (18) mischen in der oberen Tabellenhälfte prominent mit. Bisher ging Sand gegen die SGS fast immer leer aus. Nach drei Vergleichen stehen ein Remis und zwei Niederlagen zu Buche, darunter das 0:1 aus dem Hinspiel. Im abschließenden Testspiel vor dem Restrundenstart trennte sich Sand vom Schweizer Erstligisten FC Neunkirch 0:0. "Das war ein guter Test gegen eine starke Mannschaft", sagt SCS-Trainer Alexander Fischinger. Essens Trainer Markus Högner freut sich auf den Start: "Wenn wir oben bleiben wollen, benötigen wir in Sand mindestens einen Punkt."

Für FF USV Jena endete das Jahr 2015 mit einem Sensationssieg über den VfL Wolfsburg (2:1). An diese Form will die Mannschaft von Trainer Daniel Kraus heute (ab 14 Uhr) gegen Bayer 04 Leverkusen anknüpfen. Mit einem Sieg könnte Jena den Konkurrenten aus dem Rheinland auf sieben Zähler distanzieren. "Es ist gleich ein richtungsweisendes Spiel im Rennen um den Klassenverbleib", so Kraus gegenüber DFB.de. "Das 0:0 im Hinspiel war hart umkämpft. Ich sehe beide Mannschaften auf Augenhöhe. Für uns wird es darauf ankommen, besonders defensiv gut zu stehen. Wir sind stark genug, um Bayer zu bezwingen."

Die Gäste aus Leverkusen warten seit sechs Begegnungen auf einen Sieg. "Die Vorbereitung lässt uns mit einem guten Gefühl auf die Restrunde blicken", gibt sich Bayer-Trainer Thomas Obliers zuversichtlich.

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Hoffenheim gegen Champions-League-Sieger Frankfurt

Der aktuelle Champions League-Sieger 1. FFC Frankfurt startet am Montag (ab 18 Uhr) mit einem Live-Spiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim in die Restrunde. Die Partie wird vom TV-Sender Eurosport und auf DFB-TV übertragen. "Alle haben gut mitgezogen", lautet das Fazit von FFC-Trainer Matt Ross nach dem Trainingslager im türkischen Side. "Wir haben einen Schritt nach vorn gemacht. Positiv ist auch, dass sich niemand ernsthaft verletzt hat."

Hoffenheim konnte gegen die Frankfurterinnen bislang noch nie gewinnen. Fünfmal standen sich beide Mannschaften in der Meisterschaft bisher gegenüber, fünfmal gewann der FFC. Im Hinspiel behielten die Hessinnen dank eines Treffers von Nationalstürmerin Mandy Islacker 1:0 die Oberhand. Es war das bisher knappste Ergebnis zwischen beiden Teams.

"Wir müssen gegen solche Gegner unsere Scheu auch einmal von Beginn an ablegen", fordert TSG-Trainer Jürgen Ehrmann im Gespräch mit DFB.de. "Wenn uns das gelingt und wir an unsere Grenzen gehen, können wir auch gegen Frankfurt etwas holen. Die Vorbereitung verlief jedenfalls positiv." Nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte war unter der Woche Stürmerin Nicole Billa (Meniskusquetschung).